Die GMW startet Initiative zur Förderung von Nachwuchswissenschaftler/innen

Konzeptpapier der Initiativgruppe Nachwuchs

A. Definierung des Nachwuchses, um eine Grundlage für Maßnahmen zu schaffen.

Die Initiative Nachwuchswissenschaftlerförderung der GMW richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die in der Qualifizierungsphase (z.B. Promotion) sind. Um eine möglichst breite Basis zu schaffen, sollen auch Post-Docs, Habilitierende ebenso wie nicht promovierte, jüngere Dozentinnen und Dozenten aus dem Mittelbau mit geringer Erfahrung in Lehre/Forschung angesprochen werden.

Thematisch steht die wissenschaftliche Reflexion von Medien in Bildungsbereichen im Mittelpunkt. Darüber hinaus wurde dafür plädiert, den Fokus auf den Einsatz von Medien im Schulbereich zu erweitern, da diese Forschung Rückschlüsse darauf erlaubt, welche Defizite noch in der Lehrerbildung an den Hochschulen (und dem Medieneinsatz in dieser Ausbildung) bestehen. Die Nachwuchsförderung sollte gegebenenfalls auch gezielt Doktorandinnen und Doktoranden aus anderen (Fach-)Verbänden ansprechen und auf die Arbeit der GMW aufmerksam machen bzw. sie zu einer Mitarbeit anregen.

B. Ziele und Aufgaben einer Nachwuchsförderung in der GMW

Ziel der Nachwuchsförderung ist zum einen die Verstetigung der Verbandsarbeit über die Gewinnung und Integration neuer, junger Mitglieder, aber auch das Voranbringen der Theoriebildung in der Scientific Community. Verstärkte Anstrengungen in diesem Bereich und gegebenenfalls auch eine Öffnung des Fokus der thematischen Ausrichtung der Arbeit der GMW (insgesamt oder spezifisch in Bezug auf den Nachwuchs) erscheinen sinnvoll.
In diesem Sinne können Aufgaben für die Nachwuchsförderung zum einen in der Vernetzung des Nachwuchses untereinander als auch mit anderen Mitgliedern des Verbands gesehen werden; zum anderen in konkreten unterstützenden Maßnahmen wie der Eröffnung von Möglichkeiten zur Vorstellung und Diskussion der eigenen Arbeit in einem breiteren Rahmen, Angeboten für Methodenschulungen, gegebenenfalls in kleinerem Umfang auch Angebote im Bereich des wissenschaftlichen Schreibens, der hochschuldidaktischen Weiterbildung von Nachwuchs oder der Karriereberatung.

C. Vorschläge für Maßnahmen zur Förderung der Nachwuchsarbeit in der GMW

1) Für die Konferenz in Dresden im Jahr 2011 werden drei konkrete Maßnahmen vorgeschlagen:
Doktorandenforum, das am Preconference-Tag nachmittags parallel zum Educamp (allerdings nur ca. dreistündig) laufen wird. Doktoranden können hier in 20-minütigen Beiträgen (10 min Vortrag, 10 min Diskussion) ihre Arbeiten vorstellen (Fragestellung, Design, erste Ergebnisse etc.). Auf der Tagungshomepage wird ein Leitfaden für den Aufbau eines solchen Beitrags veröffentlicht. Die Moderation des Doktorandenforums übernimmt einer aus der Initiativgruppe und einer der Veranstalter vor Ort (je nach Anzahl der Doktoranden, die vortragen wollen, wird es einen oder zwei Tracks geben – auch die Länge der Vortragszeit könnte gegebenenfalls noch gekürzt werden). Ein Publikation der Beiträge ist nicht vorgesehen, da die Diskussion der Work in Progress-Vorstellungen im Vordergrund sehen soll.
Es gibt eine Doktoranden-Stellwand, auf der sich Doktoranden mit einem kurzen Steckbrief vorstellen können/sollen. Wer sich als Doktorand anmeldet, muss auch Steckbrief liefern (z.B. Name, Fotos, Uni, Job, Thema Diss, Interessen, Schlüsselworte). In einer Kaffeepause auf der Hauptkonferenz findet ein “Doktorierendencafé“ statt – d.h. alle Doktoranden und möglichst viele der anderen Konferenzteilnehmenden sollen sich mit ihrem Kaffee an der Stellwand einfinden und die Möglichkeit zum Kennenlernen des Nachwuchses nutzen.

2) Webseite zur Vernetzung des Nachwuchses untereinander und mit Mitgliedern aus der GMW: Hier wird der Launch der neuen GMW-Webseite abgewartet. Auf dieser soll dann ein eigener Nachwuchsbereich eingerichtet werden. Vorbereitet werden soll dies durch eine Gruppe, der überwiegend Personen des Nachwuchses angehören und gegebenenefalls auch eine Person der Initiativgruppe. Diese sollten beim Nachwuchs eine Bedarfsanalyse machen, um feststellen zu können, welche Aufgaben eine solche Webseite erfüllen und welche Angebote sie machen sollte. Angestoßen werden soll diese Gruppe beim Doktorandenforum der Tagung in Dresden.

3) Nachwuchstagung: Denkbar ist, dass alle zwei Jahre im Frühjahr eine Nachwuchstagung organisiert wird. Für die Organisation der Tagung sollte der Verband Gelder bereitstellen. Interessierte Hochschullehrende einer oder gegebenenfalls auch mehrere, ortsnahe Hochschulen könnten sich um die Ausrichtung der Tagung (und um die Zuteilung der Gelder) bei der GMW bewerben und die Tagung dann organisieren und durchführen. Denkbar wäre auch, dass die Tagungen als „Klausurtagungen“ in Seminarhäusern durchgeführt werden. Die Tagungen sollten sowohl die Möglichkeit zur Vorstellung und Diskussion laufender Arbeiten bieten als auch Workshops oder Vorträge zu Methodenfragen oder anderen für den Nachwuchs interessanten Fragestellungen.
Das Konzept sollte auf der diesjährigen Mitgliederversammlung bekanntgegeben werden. Je nach Interesse und Kapazitäten der OrganisatorInnen könnte die erste Nachwuchstagung in 2012 oder 2013 stattfinden. Bestenfalls werden bereits auf der nächsten Mitgliederversammlung Vorschläge für die erste Nachwuchstagung gesammelt und anschließend geprüft.

4) Die Initiativgruppe Nachwuchs hat ihre Aufgabe vor allem im Anstoßen der Nachwuchsarbeit gesehen. Sie kann sich vorstellen, noch etwa zwei Jahre zu bestehen, um die angestoßenen Maßnahmen in einem ersten Durchlauf zu beobachten und gegebenenfalls weitere oder optimierende Vorschläge zu machen. Darüber hinausgehende Aktivitäten der Gruppe sind nicht geplant – sie hat sich von Beginn an als konzeptuelle Gruppe, nicht als organisierende Gruppe gesehen.

5) Um eine Kontinuität der Nachwuchsarbeit zu gewährleisten, sollte im Vorstand eine neue Stelle für eine/n Nachwuchswissenschaftler/in geschaffen werden, der/die die Belange des Nachwuchses in der GWM im Auge behält, zu Gehör bringt und weitere Maßnahmen anstößt.

6) Prospektiv kann auch an Maßnahmen zur Vernetzung der Nachwuchsarbeit mit anderen Verbänden (Hochschulforschung, DGfE/Medienpädagogik, DGHD) gedacht werden. Hier sollten aber erst konkrete Maßnahmen ergriffen werden, wenn die Nachwuchsarbeit bei der GMW an Kontur gewonnen hat.

Nicola Würffel(Sprecherin der Initiativgruppe Nachwusförderung), Ulf -Daniel Ehlers, Sandra Hofhues, Marianne Merkt

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