Leitfaden für Autorinnen und Autoren sowie Herausgeber von Sammelbänden

Publikationshinweise zur Buchreihe “Medien in der Wissenschaft” beim Waxmann-Verlag, herausgegeben von der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft

Inhalt:

Teil A: Thematische Ausrichtung der Publikationen
Teil B:
Einreichung, Begutachtung und Annahme von Manuskripten; Druckkosten
Teil C:
Redaktionelle und formale Hinweise
Teil D: Ethische Richtlinien

Leitfaden als PDF-Datei

Teil A: Thematische Ausrichtung der Publikationen

Die Buchreihe „Medien in der Wissenschaft“ ist eine Schriftenreihe, die von der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) herausgegeben wird. Sie bietet einen Ort zur wissenschaftlichen Diskussion und Reflexion der Rolle digitaler Medien in der Wissenschaft in all ihren Facetten, Sie will damit zu einer offenen und interdisziplinären Auseinandersetzung in diesem aktuellen Themenfeld beitragen.

Thematische Schwerpunkte

Digitale Medien haben mit der Verbreitung und Ausdifferenzierung neuer Informations- und Kommunikations­technologien seit der Mitte der 1990er in Wissenschaft und Lehre erheblich an Bedeutung gewonnen: Nicht erst seit dem Digitalisierungsschub, zu dem die Digitalsemester im Zuge der COVID-19-Pandemie an den Hochschulen geführt haben, sind sie unverzichtbar für Studium, Lehre und Forschung sowie zur lebens­langen Weiterbildung. Digitale Medien stehen im Mittelpunkt der Bemühungen um die Gestaltung neuer Lehr-/Lernkulturen an den Hochschulen und tragen damit wesentlich zu hochschuldidaktischen Innovationen bei. Auch leisten sie einen erheblichen Beitrag zur Förderung virtueller Mobilität von Lehrenden und Studierenden und damit zur Internationalisierung der Hochschulen. Im Kontext einer vieldiskutierten „globalisierten Informations- und Wissensgesellschaft“ verändert sich zudem die Position, Funktion und gesellschaftspolitische Verantwortung der Hochschulen – auch in diesem Prozess spielen digitale Medien auf unterschiedlichen Ebenen eine zentrale Rolle. Die Verfolgung eines langfristigen Programms, das zum Ziel hat, die Organisationsweisen, Aufgaben und Grenzen der wissenschaftlichen Bildungseinrichtungen in einer digitalisierten Welt zu klären, beinhaltet Fragen wie die nach der Steuerbarkeit von Erneuerungs­prozessen in Hochschulen ebenso wie nach den Auswirkungen von Vernetzung, Transparenz und Offenheit als Grundprinzipien der Digitalisierung auf Wissenschaft und Hochschulen.

Die GMW hat sich das Ziel gesetzt, diese Entwicklungen zu begleiten, zu reflektieren, sie kritisch zu analysieren und mit ihrer Buchreihe ein Forum für die notwendige wissenschaftliche Auseinandersetzung zu bieten. Denn mit der fortschreitenden Virtualisierung der Lehrangebote der Präsenzhochschulen, dem steigenden Angebot reiner Online-Studiengänge und vor allem dem kollektiven Erfahrungshintergrund mehrerer, auch an Präsenzhochschulen weitgehend online durchgeführter Semester während der Corona-Pandemie sind nachhaltige Veränderungen der Hochschulstrukturen und damit grundlegende Auswirkungen auf die Inhalte und die Qualität künftiger Lehre zu erwarten. Diese erfordern eine kritische Haltung sowie eine emanzipative Perspektive didaktisch-technologischer Entwicklung, die der rein an technologischen Fortschritten gemessenen Digitalisierung komplementär zur Seite zu stellen ist.

Es gilt, das Innovationspotenzial der digitalen Medien für Reformen an den Hochschulen angemessen zu nutzen und die Qualifizierung im Bereich gesellschaftlich notwendiger Kompetenzen zu fördern. Dabei müssen auch die vielen unterschiedlichen Erfahrungen mit Online-Lehre an Fakultäten und Fachbereichen aus den Digitalsemestern im Zuge der COVID-19-Pandemie systematisch ausgewertet und einbezogen werden. Dabei sollen die durch die Zunahme krisenhafter globaler Entwicklungen veränderten Bedürfnisse der Lernenden im Blick behalten und darauf bezogen das bisherige Bildungsverständnis und -system kritisch reflektiert werden. Für die GMW stehen dabei die gestalterischen, didaktischen und evaluativen Aspekte des Einsatzes digitaler Medien in der Lehre im Vordergrund des Interesses.

Neben der Nutzung digitaler Medien für die Lehre sollen im Sinne der Einheit von Forschung und Lehre auch Veränderungen von Wissenschaft und For­schung unter digitalen Vorzeichen berücksichtigt werden. Mit Bezug auf digitale Medien für die Forschung können z. B. Rückwirkungen digitaler Medien auf Fragestellungen, Messverfahren, die systematische Dokumentation von Ergebnissen und weitere Prozesse des wissenschaftlichen Arbeitens näher betrachtet werden. Unter vielfältigen weiteren relevanten Fragestellungen in diesem Feld seien stellvertretend Ansätze aus den Bereichen Open Science, Data Literacy, digitale Datensammlungen für Forschung und Lehre sowie die Weiterentwicklung des wissenschaftlichen Publikationssystems genannt.

Adressatinnen und Adressaten der Publikationen

Die GMW-Reihe richtet sich an verschiedene Adressatengruppen. Bei Interesse an einer Veröffentlichung in der Reihe sollte diese Ausrichtung bedacht und ggf. in einem einleitenden Text der spezielle Nutzen des Bandes für eine oder mehrere dieser Gruppen benannt werden. Adressaten sind

  • Hochschullehrende,
    die in Lehre und Wissenschaft, in ihren Projekten und Veranstal­tungen digitale Medien einsetzen und dabei entweder Begleitforschung zu didakti­schen, psychologischen oder pädagogischen Fragestellungen betreiben oder sich mit anderen im Bereich des Einsatzes digitaler Medien in der Lehre zum Erfahrungsaustausch vernetzen wollen. Dazu zählen auch diejenigen, die ein Interesse an digitalen Medien haben und sich vorrangig einfach nur informieren wollen;
  • Hochschulangehörige,
    die für die Planung und Umsetzung neuer Strukturen oder für den Kulturwandel in Forschung und Lehre verantwortlich sind;
  • wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
    die in Projekten einer Lehre mit digitalen Medien und anderen Vorhaben, bei denen Medien in der Wissenschaft zum Einsatz kommen, tätig sind und ein projektübergreifendes, allgemeineres Interesse an diesen Themen haben;
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Medien-, Multimedia-, Rechenzentren sowie Bibliotheken,
    also in sogenannten Serviceeinrichtungen, die Medien in der Wissenschaft anwenden und im Bereich der Lehre mit digitalen Medien unterstützend sowie beratend tätig sind;
  • Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler,
    die anwendungsorientierte Forschung zu/über Medien betreiben (nicht nur in der Lehre) oder entsprechende Entwicklungen vorantreiben (Werkzeuge, Visualisierungen usw.),
  • und darüber hinaus alle, die im Bereich der Digitalisierung von Lehre und Wissenschaft, in der Entwicklung und Gestaltung von Lehr-/Lernmedien und ähnlichen Feldern tätig sind.

Typische Formen der Veröffentlichung

Mit der Buchreihe beim Waxmann Verlag bietet die GMW ein Forum, Ergebnisse aus Hochschulpraxis und Forschung zu den o.g. Themenschwerpunkten zu veröffentlichen. Autorinnen und Autoren sind eingeladen, Monographien oder Sammlungen von wissenschaftlichen Aufsätzen einzureichen, die eine sinnvolle Fortset­zung und Erweiterung des Spektrums der bisher erschienenen Bände in der Buchreihe darstellen. Voraus­set­zun­gen sind (a) die thematische Fokussierung auf den Einsatz digitaler Medien in der Hochschullehre und (b) eine wissenschaftlich fundierte Bearbeitung und Aufarbeitung der gewählten Themenstellung. Der Stellen­wert des Medieneinsatzes für das Bildungssystem sollte deutlich werden, Arbeiten zu organisa­torischen Entwicklungen sind ausdrücklich erwünscht.
Besonderer Wert wird auf die Lesbarkeit des Textes als Gesamtwerk gelegt. Die GMW möchte mit der Reihe eine Lektüre bieten, die nicht nur vom Inhalt, sondern auch von der Form die Leserinnen und Leser der o.g. Adressatengruppen anspricht und für das jeweilige Thema interessiert.

Beispielhaft sind im Folgenden verschiedene typische Formen von Veröffentlichungen genannt und die jeweils besonderen Kriterien aufgeführt.

  • Herausragende wissenschaftliche Arbeiten
    (z. B. Band 62, Nina Kahnwald: Informelles Lernen in virtuellen Gemeinschaften. Nutzungspraktiken zwischen Information und Partizipation, Band 59, Christian Kreidl: Akzeptanz und Nutzung von E-Learning-Elementen an Hochschulen. Gründe für die Einführung und Kriterien der Anwendung von E-Learning oder Band 49, Anne Thillosen: Schreiben im Netz. Neue literale Praktiken im Kontext Hochschule)
    Die Entscheidung über eine Aufnahme in die Reihe erfolgt auf der Grundlage der Qualifikationsschrift und den Gutachten. Nötige Überarbeitungen, die sich aus den Gutachten ergeben oder auch mit Blick auf die Lesbarkeit der Arbeit für eine breite Leserschaft sinnvoll erscheinen, erfolgen in Absprache mit den Herausgebergremium. Bei diesen Arbeiten stellt sich oft die Frage, ob die Art der Darstel­lung wissenschaftlicher Ergebnisse sich für eine breite Leserschaft eignet oder ob z.B. Methodenfragen einen zu großen Raum einnehmen. In Abstimmung mit den jeweiligen Prüfenden bzw. betreuenden Hochschullehrenden sind teilweise Anpassungen möglich, um den Ansprüchen der Reihe an die Lesefreundlichkeit gerecht zu werden.
  • Themenbände
    (z. B. Band 76, Reinhard Bauer, Jörg Hafer, Sandra Hofhues, Mandy Schiefner-Rohs, Anne Thillosen, Benno Volk & Klaus Wannemacher (Hrsg.): Vom E-Learning zur Digitalisierung. Mythen, Realitäten, Perspektiven oder Band 66, Tina Škerlak, Helen Kaufmann & Gudrun Bachmann (Hrsg.): Lernumgebungen an der Hochschule. Auf dem Weg zum Campus von morgen)
    In einem Themenband müssen die Beiträge in einen sinnvollen Zusammenhang gestellt und die Auswahl begründet werden. Ein übergreifendes Resümee der Bandherausgebenden sollte deutlich machen, dass es sich um eine zielgerichtete Beleuchtung des Themas und nicht um eine „Lose-Blatt-Sammlung“ handelt. Ebenso wird von den Bandherausgebenden ggf. eine Überarbeitung der Beiträge erwartet, die ein vergleichbares wissenschaftliches und sprachliches Niveau der Texte sicherstellt.
  • Projektberichte
    (z. B. Band 72, Helge Fischer, Thomas Köhler (Hrsg.): Postgraduale Bildung mit digitalen Medien. Problemlagen und Handlungsansätze aus Sicht der Beteiligten oder Band 69, Nina Kahnwald, Steffen Albrecht, Sabrina Herbst & Thomas Köhler (Hrsg.): Informelles Lernen Studierender mit Social Software unterstützen. Strategische Empfehlungen für Hochschulen)
    Geht es um die Auseinandersetzung mit fach- oder standortspezifischen Lösungen, sollte die Veröffentlichung sich auch mit der Übertragbarkeit der Ergebnisse (z.B. interdisziplinären Bezügen) befassen und Referenzprojekte in die Darstellung einbeziehen. Der inhaltliche Ertrag für Außenstehende – nicht der Projektverlauf – sollte deutlich herausgearbeitet werden.
  • Veranstaltungsbände
    (z. B. Band 77, Claude Müller Werder & Jennifer Erlemann (Hrsg.): Seamless Learning – lebenslanges, durchgängiges Lernen ermöglichen, Band 75, Jörg Hafer, Martina Mauch & Marlen Schumann (Hrsg.): Teilhabe in der digitalen Bildungswelt oder Band 70, Sandra Aßmann, Patrick Bettinger, Diana Bücker, Sandra Hofhues, Ulrike Lucke, Mandy Schiefner-Rohs, Christin Schramm, Marlen Schumann & Timo van Treeck (Hrsg.): Lern- und Bildungsprozesse gestalten. Junges Forum Medien und Hochschulentwicklung (JFMH13))
    Im Unterschied zu den Themenbänden ist hier durchaus ein Werkstattcharakter der Beiträge vertretbar – zumal dann, wenn der Band bereits zur Veranstaltung selbst vorliegen soll. Zu erwarten ist allerdings auch hier eine klare Beschreibung der Zielsetzung und Auswahlkri­te­rien für die Beiträge sowie eine Überarbeitung, die ein vergleichbares wissenschaftliches und sprachliches Niveau der Texte sicherstellt.

Teil B: Einreichung, Begutachtung und Annahme von Manuskripten, Druckkosten

Das Editorial Board: Einreichung, Begutachtung und Annahme von Manuskripten

Voraussetzung für das Einreichen eines Manuskriptes ist, dass die Arbeit noch nicht publiziert oder an anderer Stelle zur Publikation eingereicht wurde.

Interessentinnen und Interessenten an einer Publikation in der GMW-Buchreihe werden gebeten, entweder ein Exposé mit Gliederung (sowie bei Sammelbänden ergänzend Abstracts aller Beiträge) oder unmittelbar ein vollständiges Manuskript ihres Werkes einzureichen (sowie bei Qualifikationsschriften ergänzend die Gutachten). Mit der Begutachtung der Exposés oder der Manuskripte im Rahmen eines Peer-Reviews ist ein Editorial Board beauftragt. Alle Mitglieder des Boards werden vom GMW-Vorstand berufen. Auf Grundlage der bereits genannten inhaltli­chen Kriterien und der im Folgenden ausgeführten redaktionellen und formalen Hinweise erarbeitet das Board zu jeder Einreichung eine Empfehlung. Der GMW-Vorstand entscheidet nach Prüfung dieser Empfehlung über eine Aufnahme in die Buchreihe. Für die Begutachtung wird in der Regel ein Zeitraum von ca. sechs Wochen benötigt.

Wenn Sie Interesse haben, Ihre Arbeit in der GMW-Reihe zu veröffentlichen, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf. Auch die Einreichung eines Exposés mit Gliederung ist zu Abstimmungszwecken vorab möglich. Je nach Stand Ihrer Planungen und Ihres Manuskriptes werden wir Sie beraten, ob und welche Unterlagen notwendig sind, um die Publikation zu realisieren.

Sobald Ihre Einreichung angenommen wurde, wenden Sie sich bitte unmittelbar an den Waxmann Verlag, der mit Ihnen die organisatorischen Fragen rund um die Publikation Ihres Beitrags klären, Ihnen nach der Einreichung des finalen Manuskripts die Printing Proofs zukommen lassen und zeitnah die Produktion der Einreichung vornehmen wird.

Ansprechpartner bei der GMW ist Dr. Klaus Wannemacher.

Druckkosten

Da die Herstellungskosten (vor allem bei Qualifikationsarbeiten) leider nicht immer durch den Verkauf erwirtschaftet werden können, ist in vielen Fällen ein Druckkostenzuschuss erforderlich. Die Höhe des jeweiligen Zuschusses hängt von verschiedenen Faktoren wie der Veröffentlichungsform, den Marktchancen im In- und Ausland, Seitenumfang, Abbildungen, eventuellen Satzkosten und Korrekturaufwand des Manuskripts ab.

Folgende Veröffentlichungsformen sind in der GMW-Buchreihe möglich:

  • Print- und E-Book-Publikation:
    Bei dieser Publikationsform wird Ihr Buch als gedrucktes und als digitales Buch produziert. Beide Versionsformen werden kostenpflichtig über den Verlag und den Buchhandel vertrieben.
  • Zusätzliche Open Access-Option: Die Print- und E-Book-Publikation kann durch eine Open Access-Option erweitert werden. Es wird dann nur eine kleinere Auflage als Printproduktion erstellt und kostenpflichtig über den Verlag und den Buchhandel vertrieben. Das E-Book aber wird unter einer Creative-Commons-Lizenz als Open-Access-Publikation veröffentlicht und in den Verbundkatalogen für die Bibliotheken bereitgestellt. Zudem wird es über wichtige Datenbanken wie Pedocs und dem Directory of Open Access Books vertrieben. Auf diesem Weg ist auch die Langzeitarchivierung sichergestellt. Sie können den Band auf Ihrer Website anbieten und in Repositorien zum freien Download einstellen.

Damit Sie vorab die Kosten ungefähr abschätzen können, werden im Folgenden die ungefähren Druck­kostenzuschüsse für die verschiedenen Publikationsformen und Seitenumfänge aufgelistet:

Print und E-Book
(mit 150 Printexemplaren)
Open-Access-Option
(zzgl. der Print- und E-Book-Gebühr)
ca. 200 Seiten 1880 € 1500 €
ca. 250 Seiten 2100 € 1700 €
ca. 300 Seiten 2300 € 1900 €
ca. 350 Seiten 2550 € 2100 €
ca. 400 Seiten 3500 € 2300 €

Die genannten Druckkostenzuschüsse verstehen sich zzgl. MWSt. Es handelt sich hier um ungefähre Angaben, von denen aus den oben aufgeführten Gründen abgewichen werden kann. Alternative Modelle zur Finanzierung wie eine Festabnahme sind ebenfalls möglich. Wenn Sie ein konkretes Angebot wünschen, wenden Sie sich bitte direkt an den Verlag.

Ansprechpartnerin beim Waxmann Verlag ist Beate Plugge plugge@waxmann.com.

Teil C: Redaktionelle und formale Hinweise

Redaktionelle Hinweise

Die GMW möchte potenziellen Autorinnen und Autoren möglichst große Freiheiten lassen, um kreative und innovative Ideen und Darstellungen zu fördern. Die Buchreihe erfordert allerdings ein Mindestmaß an Grundregeln, auf die im Sinne der Qualität und Einheitlichkeit im Erscheinen vorab eine Verständigung erfolgen soll. Dazu gehören:

  • Berücksichtigung beider Geschlechter bei der Darstellung
    In den Bänden der GMW-Reihe wird eine gendergerechte Sprache bzw. die Berücksichti­gung verschiedener Geschlechter bei Forschungsarbeit und Darstellung vorausgesetzt. Für die Schreibweise geschlechtsspezi­fischer Ausdrücke stehen den Autorinnen und Autoren verschiedene Möglichkeiten offen. Entweder muss aus der Schreibweise selbst erkenntlich sein, dass verschiedene Geschlechter gemeint sind (z.B. das Nennen verschiedener Geschlechter wie bei „Autorinnen und Autoren“ – dies wird vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband empfohlen, um ein Vorlesen per Screenreader zu erleichtern). Auch Gender-Doppelpunkt wie bei „Autor:innen“, -Sternchen wie bei „Autor*innen“, -Unterstrich wie bei „Autor_innen“, -Schrägstrich wie bei „Autor/-innen“ und Binnen-Majuskel wie bei „AutorInnen“ sind möglich. Auch können geschlechtsneutrale Formulierun­gen verwendet werden. Möglich ist außerdem, die Vornamen von Autorinnen und Autoren im Literaturver­zeichnis auszuschreiben. Die Herausgeberinnen und Herausgeber von Veranstaltungs­bänden sollten den Autorinnen und Autoren möglichst eine einheitliche Form der Berücksichtigung verschiedener Geschlechter vorgeben.
  • Titel und Untertitel
    Titel und Untertitel der Veröffentlichung sollen aussagekräftig gewählt werden und den Inhalt des Buches umreißen.
  • Konsistente Gliederung des Inhalts
    Der inhaltliche Aufbau der Manuskripte soll in sich schlüssig und im Umfang angemessen zur gewählten Themenstellung sein.
  • Lesbarkeit
    Im Interesse der Leserinnen und Leser soll auf eine klare und verständliche Sprache geachtet werden (Stil, Absätze, Satzlänge etc.).
  • Darstellung von Projektergebnissen
    Bezieht sich der Inhalt auf Ergebnisse aus Forschungs- oder Entwicklungsprojekten, wird Wert auf verallgemeinerbare Schlussfolgerungen gelegt.
  • Angaben zu Autorinnen und Autoren
    Der Text des Manuskriptes sollte – als Service für Leserinnen und Leser – im Anhang um Angaben zu den Autorinnen und Autoren ergänzt werden: Kurzer Lebenslauf, Arbeits­schwer­punkte, Kontakt.
  • Doppelungen und anderweitige Veröffentlichungen
    Es soll keine Doppelung zu anderen Bänden in der Buchreihe geben; wesentliche Ergebnisse sollten nicht schon anderweitig veröffentlicht sein.

Formale Hinweise

Bitte nutzen Sie die Formatvorlage des Waxmann Verlags und beachten Sie bei Ihren Einreichungen nach Möglichkeit auch die formalen Hinweise zur Texterfas­sung. Regelungen über das abschließende Sichten und Prüfen der Manuskripte, über das Layout, die Erstellung einer Druckvorlage, das Einholen der Urheber­rechte und die Übertragung der gewerblichen Rechte und Nebenrechte sowie die Kosten des Drucks und des Vertriebs treffen die Autorinnen und Autoren in einer getrennten Vereinbarung mit dem Verlag.

Wenn das Layout vom Verlag übernommen werden soll, müssen die im Folgenden genannten Hinweise eingehalten werden. Übernehmen Sie die für den Druck erforderlichen Umformatierungen selbst, nehmen Sie bitte vorab Kontakt mit dem Verlag auf (plugge@waxmann.com).

Gestaltung des Manuskripts

Bitte richten Sie sich grundsätzlich nach der neuen Rechtschreibung (auch in Grafiken, Abbildungen etc.). Erfassen Sie den Text in einheitlicher Schrift, 1-zeilig mit etwa 80 Zeichen pro Zeile.
Bitte beachten Sie bei der Texterfassung Folgendes:

  • keine Silbentrennung
  • keine Zeilenschaltung am Ende einer Zeile außer am Ende von Absätzen
  • keine Leerzeichen für Einzüge z.B. bei Tabellen, Aufzählungen, Einrückungen, Zitaten; bitte verwenden Sie stattdessen Tabulatoren. Bitte setzen Sie ebenfalls keine Leerzeichen zwischen Abkürzungen (z.B., i.d.R.)
  • Zur Hervorhebung verwenden Sie bitte Kursiva, nicht Fettdruck, Unterstreichungen, Sperrung oder Versalien.
  • Fußnoten sollen durch hochgestellte Ziffern ohne Klammern gekennzeichnet werden. Die Fußnotenziffer steht hinter dem Satzzeichen, es sei denn, sie bezieht sich nur auf den letzten Ausdruck.

Abbildungen und Grafiken

  • Bitte nummerieren Sie Abbildungen/Grafiken durchlaufend, speichern Sie diese separat in dem Format, in dem sie erstellt wurden, und zusätzlich als tif-Datei ab und markieren Sie die Stelle, an der sie eingefügt werden sollen.
  • Bitte verwenden Sie nur reprofähige Bildvorlagen: Originale, Dias, Fotos, Strichzeichnungen.
  • Wenn Sie die Abbildung digital einreichen, achten Sie bitte darauf, dass die Auflösung mindestens 300 dpi in der Größe beträgt, in der die Abbildung im Druck erscheinen soll.
  • Bitte gestalten Sie Grafiken so einfach wie möglich, meist ist weniger mehr. Verzichten Sie auf doppelte Rahmen, Schatten, Verläufe. Verwenden Sie möglichst keine Punktraster (Grautöne), sondern Strichraster (Schraffur).
  • Alle Grafiken müssen schwarzweiß angelegt sein.
  • Bitte verwenden Sie keine Haarlinien, die Strichstärke muss mindestens 0,5 pt betragen.

Zitierweise

Die folgenden Angaben orientieren sich eng am APA-Standard, das heißt den von der American Psychological Association (APA) in siebter Auflage herausgegebenen Richtlinien zur Gestaltung wissenschaftlicher Texte („Publication Manual of the American Psychological Association“).

Alternativ ist auch die Zitierweise nach der deutschen Harvard-Variante der Gesellschaft für Bildung und Forschung in Europa zulässig (siehe Sauer, C. (Hrsg.) (2004). Form bewahren: Handbuch zur Harvard-Methode. Gesellschaft für Bildung und Forschung in Europa. https://acf.de/wp-content/uploads/2018/01/GBFE_Handbuch_Harvard-Methode.pdf)

Setzen Sie Quellenangaben bitte in Klammern nach folgenden Beispielen:

  • Werk eines Autors/einer Autorin: (Kahnwald, 2013)
  • Werk von zwei Autorinnen/Autoren: (Henning & Hoyer, 2006)
  • Werk von mehr als zwei Autorinnen/Autoren: Ab dem ersten Verweis: (Arnold et al., 2018)
  • Werke ohne Autor/Autorin werden bei Verweisen mit den ersten Wörtern (meist des Titels) aufgeführt, unter denen das Werk im Literaturverzeichnis zu finden ist. Danach folgt das Erscheinungsjahr.
  • Quellenangaben bei wörtlichen Zitaten oder bei Verweis auf bestimmte Stellen eines Werks: Bitte beachten Sie, dass zwischen der Abkürzung S. und der Seitenzahlangabe ein Leerzeichen zu setzen ist: (Schulmeister, 2006, S. 62 f.).

Literaturverzeichnis

Die bibliographischen Angaben sollten nach folgenden Mustern aufgeführt werden. Bitte beachten Sie auch die unten aufgeführten Beispiele.

  • Monographien: Autor(en). (Erscheinungsjahr). Titel. Verlag. [Der Erscheinungsort ist nicht mehr zwingend zu nennen.]
  • Beitrag in einem Sammelband: Autor(en). (Erscheinungsjahr). Aufsatztitel. In Hrsg.(Hrsg.), Titel (Seitenangabe). Verlag. [Der Erscheinungsort ist nicht mehr zwingend zu nennen.]
  • Beitrag in einer Zeitschrift: Autor(en). (Erscheinungsjahr). Aufsatztitel. Zeitschrift, Bandnummer (ggf. Heftnummer bei heftweiser Paginierung), Seitenangabe. Persistent Identifier (PID), z. B. DOI: https://doi.org/xxx oder URN
  • Bitte führen Sie im Literaturverzeichnis alle Autorinnen und Autoren auf. Trennen Sie diese durch Komma, auch wenn es nur zwei Namen sind. Setzen Sie immer ein „&“ vor den letzten Namen. Trennen Sie Seitenzahlen bitte durch einen bis-Strich (12–56), dieser ist länger als der Bindestrich (es ist das gleiche Zeichen wie der Gedankenstrich). [Tipp: Tastenkombination alt + 0150 oder am Mac alt + „-“]
  • Wir empfehlen, die Titel von Büchern und Zeitschriften kursiv zu setzen.

Beispiele für Literaturangaben:

Zeitschriften

  • Schröder, M. (2018). Der Generationenmythos. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 70(3), 469–494. https://doi.org/10.1007/s11577-018-0570-6
  • Wecker, C., Vogel, F. & Hetmanek, A. (2017). Visionär und imposant – aber auch belastbar? Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 20(1), 21–40. https://doi.org/10.1007/s11618-016-0696-0
  • Heftweise Paginierung:
    Giesecke, H. (1985). Wozu noch Jugendarbeit? Die Jugend, 27(3), 1–7.
  • Themenheft:
    Zauchner, S. & Baumgartner, P. (Hrsg.). (2010). Freie elektronische Bildungsressourcen – Schritte zum Verständnis eines internationalen Phänomens [Themenheft]. Zeitschrift für E-Learning, Lernkultur und Bildungstechnologie, 5(3).

Bücher

  • Kahnwald, N. (2013). Informelles Lernen in virtuellen Gesellschaften. Waxmann.
  • Arnold, P., Kilian, L., Thillosen, A. & Zimmer, G. M. (2018). Handbuch E-Learning. Lehren und Lernen mit digitalen Medien (5. Aufl.). wbv.
  • Hafer, J., Mauch, M. & Schumann, M. (Hrsg.). (2019). Teilhabe in der digitalen Bildungswelt. Waxmann.
  • Mayrberger, K. (2020). Agilität als Motor für Transformationsprozesse in der Lehrentwicklung – Digitalisierung von Lehren und Lernen partizipativ gestalten, erproben und verankern. In R. Bauer, J. Hafer, S. Hofhues, M. Schiefner-Rohs, A. Thillosen, B. Volk & K. Wannemacher (Hrsg.), Vom E-Learning zur Digitalisierung. Mythen, Realitäten, Perspektiven (S. 320–337). Waxmann.

Forschungsberichte und Dissertationen

  • Bravo Granström, M. & Pallasch, J. (2019). Die Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung der PH Weingarten als Living Lab für digitalen Kompetenzerwerb. Stiftung Medien in der Bildung (SbR), Leibniz-Institut für Wissensmedien. Verfügbar unter: https://www.e-teaching.org/etresources/pdf/erfahrungsbericht_2019_granstroem_pallasch_aww_als_living_lab.pdf [Datum des Zugriffs].
  • Merkys, G. (1997). Struktur und methodologische Normative der Hypothese in der pädagogischen Experimentalforschung. [Unveröffentlichte Dissertation]. Russische Akademie der Erziehungswissenschaften.

Unveröffentlichte Arbeiten

  • Dépret, E. F. & Fiske, S. T. (1993). Perceivinig the powerful: Intriguing individuals versus threatening groups. Unpublished manuscript, University of Massachusetts at Amherst.
  • McIntosh, D. N. (1993). Religion as schema, with implications for the relation between religion and copinig. Manuscript submitted for publication

Tagungsbeiträge

  • Getto, B. & Schulenburg, K. (2018). Digitalisierung im Kontext strategischer Hochschulentwicklung an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. In B. Getto, P. Hintze & M. Kerres (Hrsg.), Digitalisierung und Hochschulentwicklung. Proceedings zur 26. Tagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft e. V., 2018 (S. 36-48). Waxmann.

Audiovisuelle Medien

  • Grawe, N. D. (2021). Demographics and the Demand for Higher Education [CD]. Tantor Audio.
  • Projektträger im DLR für das Bundesministerium für Bildung und Forschung (2005). Neue Medien in der Bildung – Hochschulen [DVD]. DLR-PT NMB+F.

Elektronische Medien

  • Autor, A. (Jahr). Titel. Zeitschriftentitel [Typ des Mediums], Band, Seiten oder Länge. Verfügbar unter: Pfadangabe [Datum des Zugriffs]. [DOI oder URL]
  • Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (2016). Landeshochschulentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen (LHEP NRW) [Online]. Verfügbar unter https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_vbl_show_pdf?p_id=26542 [Datum des Zugriffs].
  • Funder, D. C. (1994, March). Judgmental process and content: Commentary on Koehler on baserate [9 paragraphs]. Psycology [Online serial], 5 (17). Available E-Mail: psyc@pucc Message: Get psyc 94-xxxxx. Verfügbar unter: Pfadangabe [Datum des Zugriffs].

WWW-Adressen

  • Carmean, C., Kil, D. & Baer, L. (2021, August 10). Why Data Matters for Student Success in a Post-Pandemic World. https://er.educause.edu/articles/2021/8/why-data-matters-for-student-success-in-a-post-pandemic-world

Abkürzungen Englischsprachiger Werke

  • ed. (edition); 2nd ed. (second edition); Ed. (Editor); Eds. (Editors), p. (Page), pp. (pages), Vol.

Teil D: Ethische Richtlinien

Die Buchreihe „Medien in der Wissenschaft“ sieht sich in der Pflicht, die Integrität wissenschaftlicher Publikationen sicherzustellen. Sie orientiert sich an den COPE-Leitlinien (COPE = Committee on Publication Ethics) für den Umgang mit möglichen Verstößen gegen die Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis.

Von Herausgeberinnen und Herausgebern sowie Autorinnen und Autoren wird erwartet, dass sie For­schungsergebnisse unverfälscht darstellen und alles vermeiden, was das Vertrauen in die Buchreihe, die Professionalität der Autorinnen und Autoren und nicht zuletzt das wissenschaftliche Arbeiten an sich in Frage stellen könnte. Zur Wahrung der Integrität der wissenschaftlichen Forschung und ihrer Darstellung sind die folgenden Regeln zu beachten:

  • Das Manuskript wurde nicht bereits an anderer Stelle (ganz oder teilweise) publiziert, es sei denn, die neu eingereichte Arbeit stellt eine Erweiterung früherer Arbeiten dar.
  • Ergebnisse einer einzelnen Studie sollen nicht in mehrere Teile aufgeteilt und für verschie­dene Monografien, Sammelbände oder Zeitschriften eingereicht werden, um die Anzahl der Einreichungen zu erhöhen.
  • Daten (einschließlich Abbildungen) dürfen nicht gefälscht oder manipuliert werden, um die eigenen Schlussfolgerungen zu stützen.
  • Text, Daten oder Theorien Dritter dürfen nicht so dargestellt werden, dass der Eindruck entsteht, es seien Eigenleistungen der Autorin bzw. des Autors. Die Quellen müssen in geeigneter Form genannt werden (das gilt auch für nahezu wörtliche Übernahmen, Zusam­menfassungen oder Umschreibungen). Wörtliche Zitate müssen durch Anführungszeichen gekennzeichnet werden.
  • Die genannten Autorinnen und Autoren waren in ausreichendem Maße an der wissenschaft­lichen Arbeit beteiligt und sind gemeinschaftlich für die Ergebnisse verantwortlich.

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