Call for Papers: „Paradigmen im Umbruch? Generative KI als epistemischer Akteur in der empirischen Sozial- und Bildungsforschung“

MedienPaed-Themenheft herausgegeben von Tamara Ehmann und Friedrich Wolf

Die Zeitschrift MedienPädagogik lädt zu Beiträgen für ein Themenheft ein, das den Einsatz generativer KI in der empirischen Sozial- und Bildungsforschung methodologisch und epistemologisch untersucht. Gefragt wird insbesondere, wie KI analytische und interpretative Urteile im Forschungsprozess verändert, wer diese begründet und verantwortet und wie sich Grenzen zwischen menschlicher Interpretation und algorithmischer Mustererkennung verschieben.

Beiträge können sich auf vier Bereiche beziehen:

  • Quantitative Forschung: KI-gestützte Codegenerierung, automatisierte Textklassifikation, Fragebogen- und Testentwicklung sowie Fragen von Replizierbarkeit, Objektivität und methodischer Kompetenz.
  • Qualitative Forschung: KI als Unterstützung bei Kategorienbildung, Codierung, Fallanalyse und alternativen Interpretationsperspektiven; zugleich Fragen nach Verstehen, Subjektivität, Bias und Datenschutz.
  • Mixed-Methods-Forschung: KI-gestützte Integration heterogener Daten und die methodologische Weiterentwicklung von Designs jenseits bloß technischer Überbrückung.
  • Methodenausbildung: Welche Kompetenzen, Formen von Critical AI Literacy und didaktischen Konzepten benötigen angehende Forschende?
  • Übergreifend sollen alle Beiträge epistemologische und wissenschaftstheoretische Fragen bearbeiten: den Status KI-generierten Wissens, Transparenz, Dokumentation, methodische Kontrolle sowie Verantwortung in KI-gestützten Forschungsprozessen.

Einreichung der Abstracts bis 15. November 2026. Informationen: Paradigmen im Umbruch? Generative KI als epistemischer Akteur in der empirischen Sozial- und Bildungsforschung | MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung